Nachdem nun endlich auch der Reeder in der iPad Version an diesem Wochenende herausgekommen ist, bin ich – was die Software angeht – fast komplett. Mit Reeder, Instapaper Pro und Goodreader habe ich nun Programme, die zumindest den Informationszugriff und Sammlung voll unterstützen. Ach ja Twitterrific sollte ich nicht vergessen, denn mittlerweile trudelt auch über Twitter nützliche Information rein. Nun fehlt nur noch jemand der das alles aufbereitet und veröffentlicht.
Über Reeder wurde an diesem Wochenende genug geschrieben und Videos veröffentlich. Was ich an Reeder schätze ist, dass er ganz einfach das tut was ich erwarte und dass ohne viel Schnickschnack. Für mich ganz wichtig ist der Sync mit GoogleReader. Da ich seit Jahren mit NetNewsWire an den Sync meiner News über verschiedene Rechner gewohnt war, die NetNewsWire App aber auf dem iPhone nicht so optimal war, bin ich auf dem iPhone auf Reeder umgestiegen. Ich bin auch von Anfang an begeistert gewesen, da die Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen News Readern beeindruckend war – leider lies diese Begeisterung in der letzten Zeit allerdings nach, da mittlerweile Reader auf meinem alten 3G ganz schön lahm wurde. Reeder auf dem iPad ist allerdings auch wieder rattenschnell, sowohl die iPhone Version, wie auch nun die neue iPad Version.
Sehr schön finde ich mittlerweile auch die Integration mit Instapaper. Auf dem iPhone habe ich mir am Anfang oft Links via Mail zum “späterlesen” geschickt, dies erledige ich mittlerweile mit Instapaper. Dies ist ein WebService, der vom Browser auf dem Desktoprechnern, wie auch auf dem iPad zum Ablegen von Web Seiten verwendet werden kann. Ablegen deshalb, weil Instapaper die Seiten in einer aufbereiteten reduzierten Darstellung zur Verfügung stellt. Mit der App Instapaper können dann diese Seiten auf das iPhone oder den iPad zum späteren offline Konsum geladen werden. Auf der Instapaper Site könne aus diesen so abgelegten Artikel auch e-pub Books gebaut werden, die dann auch in iBooks gelesen werden können…
Auch Goodreader bietet an Web Seiten via Favoriten auf dem iPad zum späteren Lesen abzulegen. Der Hauptzweck ist allerdings das Lesen von PDF (und anderen Dokumenttypen). Erst Goodreader ermöglicht es PDF auf dem iPhone und iPad zu lesen, alles andere ist einfach nur krank. Goodreader hat keine Probleme mit langen PDFs, merkt sich die Stelle, an der man aufgehört hat zu lesen, kann die Dokumente verwalten, bietet einige Einstellung zu Lesen und und und. Es gibt auch endlos viele Wege Dokumente in Goodreader zu laden. Genial ist dabei der Weg über Dropbox. Auf dem Desktoprechner ein PDF erstellt und in der Dropbox abgelegt, später dann in Goodreader geladen und alles ist bereit zum Lesen. Ausserdem kann Goodreader beliebige URLs laden und über iTunes mit PDFs und anderen Dokumenten bestückt werden. Goodreader ist ein unbedingtes Muss für jeden, der viel mit PDFs arbeiten muss. Ich bin gespannt, ob das neue iBooks am Ende Goodreader das Wasser reichen kann – ich glaube nicht.
Da schlich sich also von der Seite auch noch die Dropbox rein… Trotz mobile.me account finde ich die Dropbox genial (wer sich noch nicht angemeldet hat, bitte über diesen Link, dann bekomme ich noch ein paar MB extra Speicher). Dropbox bietet Speicher in der Wolke an, der von jeder Plattform her erreichbar. Dabei integriert sich die Dropbox in das jeweilige Betriebssystem und stellt unter Windows und Mac z.B. einen Folder zur Verfügung, die sich wie die “normalen” Folder verhalten (was am Anfang etwas verwirrend war, denn man kopiert nichts in die Dropbox, es wird hineinbewegt (move statt copy). Inhalte lassen sich auch einfach mit anderen Dropbox Nutzern teilen. Falls man keine Dropbox installiert hat, gibt es immer noch ein Web Interface. Dropbox lohnt sich auf alle Fälle und ist in der niedrigen Ausbaustufe kostenlos. Programme gibt es für Windows, Mac, iPhone und iPad (wahrscheinlich auch noch für andere Plattformen…)
Im Moment warte ich noch auf die iPad Version von EyeTV, ich bin gespannt ob EyeTV auch die Live Konvertierung für gespeicherte Sendung anbieten wird. Ich habe nie verstanden, dass ich den Livestream auf meine iPhone anschauen kann, aber abgespeicherte Sendungen zunächst konvertiert werden mussten. Mittlerweile habe ich allerdings auch Ersatz gefunden und verwende AirVideo um auf die Videos auf meinem MacPro zu zugreifen. Allerdings stellt sich nun das Problem, dass dieser Rechner gar nicht mehr so häufig an ist seit das iPAd im Hause ist und der Weg in den Keller ist weit… Falls der MacPro läuft, kann ich ihn mittlerweile mit Desktop Connect recht gut von iPad steuern (es werden auch beide angeschlossenen Screens gut angesteuert).
Als letztes heute sei noch Articles für das iPad erwähnt. Wie schon die preisgekrönte iPhone Fassung ist auch Articles für das iPad das Geld wert. In diesem Zusammenhang sei auch noch schnell Carcasonne erwähnt. Es ist zwar eine iPhone App, aber sie zeigt, was möglich ist, wenn mit Sachverstand entwickelt wird. Diese App sieht auch auf dem iPad absolut “wertig” aus. Sie lässt sich zwar auch sehr gut auf dem iPhone spielen, aber im 2fach Mode auf dem iPad ist es noch beeindruckender. Ich bin gespannt was die Coding Monkeys für die iPad Version vor haben, ich denke es kann nur Großes draus werden…