Opera Mini der Browser fürs iPhone

Apple hat vor eini­gen Tagen den Opera Mini Brow­ser (iTunes-Store) für das iPhone frei­ge­ge­ben. Der erste Ein­druck ist schon, das er recht schnell ist. Die­ser Geschwin­dig­keits­vor­teil ist gerade da zu spü­ren, wo man auf das WLAN ver­zich­ten muss und auf 3G oder gar auf Edge zurück­grei­fen muss. Die­ser Geschwin­dig­keits­vor­teil wird dadurch erkauft, dass jeder Request zunächst ein­mal über eine Proxy bei Opera geht, der die Sei­ten im Netz reques­tet und dann opti­miert in Sachen Sei­ten­auf­bau und Con­tent an das mobile End­ge­rät schickt. Das hat dann natür­lich gewisse Sicher­heits­im­pli­ka­tio­nen. John Gru­ber weist dann auch in sei­nem Blog “Dar­ing Fire­b­all” dar­auf hin, dass er nicht unbe­dingt mit dem Brow­ser Sei­ten anzu­steu­ern würde, in denen User und Pass­wör­ter abge­fragt werden.

Auch sonst lässt John Gru­ber kaum ein gutes Haar an dem Brow­ser — zu recht. Auch ich finde das UI recht gewöh­nungs­be­dürf­tig. Es sieht nicht unbe­dingt wie eine iPhone APP aus, es ist alles etwas anders. Zoo­m­ing und Pan­ning ist unter dem Safari ange­neh­mer. Text wird nicht so schön ange­zeigt wie im Safari. Aus­ser­dem rea­giert der Brow­ser nicht auf das dre­hen in Land­scape kor­rekt, der Inhalt passt sich nicht an. Aller­dings kos­tet die­ser Brow­ser auch nichts — daher sollte man ihn ruhig run­ter­la­den, denn bei schlech­ter Band­width spielt er seine Trümpfe aus.

Chatroulette: Ein neuer Trend im Web 2.0

Irgend­wie bin ich mal wie­der spät dran, aber es gibt schon wie­der was Neues: Cha­trou­lette! Das ist eine Videochat­platt­form auf der die Chat­part­ner zufäl­lig mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Die Idee dazu hatte im Novem­ber 2009 der 17jähriger Mos­kauer Schü­ler And­rei Ter­now­ski. Obwohl seine Freunde sich frag­ten, “wer will denn sowas?”, wurde es, wie sollte es nicht anders sein, zum neuen Inter­net Hit. And­rei tin­gelt nun durch die USA, das Inter­net ist wie­der um eine Wort­schöp­fun­gen rei­cher:  “nexted” — d.h. den nächs­ten Chat­part­ner anfor­dern, Youtube wird mit “Videos” von  Cha­trou­lette Ses­sion über­schwemmt und die Zei­tun­gen, wie die  New York Times haben eine neuen Hel­den (wie prak­tisch, dass Zei­tun­gen noch keine Web­Cams unter­stüt­zen, so ist Cha­trou­lette noch keine Kon­ku­renz). Und Google bezahlt nicht für die Wer­bung, da And­rei zu jung ist — dumm­ge­lau­fen. Ich über­lege nur warum And­rei Freunde nicht recht behal­ten haben und es doch ein Erfolg wurde?

Und hier das Ganze sogar mit Publikum:

Facebook, Twitter und Co bekommen Konkurenz

Google hat ges­tern Buzz ein­ge­führt. Buzz ver­ei­nigt Fea­ture von Face­book, Twit­ter und Co mit Google Mail. Bei der Pres­se­kon­fe­renz wurde her­vor­ge­ho­ben, dass gro­ßer Wert dar­auf gelegt wurde, den Benut­zern ein Tool an die Hand zu geben, das “use­ful” ist, das das Infor­ma­ti­onrau­schen fil­ter und nur das Wich­tigste anzu­bie­ten. Dabei sol­len ähnli­che Ver­fah­ren ver­wen­det wer­den, die schon bei der Suche zum Ein­satz kom­men. Der Google Nut­zer wird also noch ein Stück trans­pa­ren­ter. Ob Buzz nun eine große Kon­kur­renz zu den “alten” Anbie­ter wird, wird sich zei­gen. Aber durch die Inte­gra­tion in Goggle Mail, hat Buzz schon einen Fuß in der Tür. Inter­es­sant ist aller­dings, dass mit Buzz einige Kon­zepte von Google Wave kana­ba­li­siert wer­den. Wie Google da wie­der eine Ver­ein­heit­li­chung der Ser­vices hin­be­kommt, wird spannend.

Die Pres­se­kon­fe­renz, läßt sich hier anschauen: Buzz Event